BRS News
BMEL ermöglicht dauerhafte Reduktion der Wildschweinpopulation in "weißer Zone"
Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurde im gefährdeten Gebiet in Brandenburg eine sogenannte weiße Zone
als Schutzkorridor eingerichtet. Innerhalb dieser Zone soll der Wildschweinebestand möglichst auf null reduziert werden. Damit die zuständigen Behörden eine entsprechende Reduzierung der Wildschweinepopulation in der weißen Zone
rechtssicher anordnen können, wurde bereits im vergangenen Jahr mit einer Änderung der Schweinepest-Verordnung kurzfristig die hierfür erforderliche Ermächtigung als Dringlichkeitsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates geschaffen. Da die Regelung mit Ablauf des 9. Mai 2021 ihre Gültigkeit verlieren würde, wurde die Verordnung nun entfristet. In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat dieser Entfristung zugestimmt.
Bundesministerin Julia Klöckner verlängert Förderung für Tierwohlställe
Im Corona-Konjunkturprogramm der Bundesregierung stehen für 2020 und 2021 insgesamt 300 Millionen Euro für den Umbau von Ställen zur Verfügung. Das Programm dient der Umsetzung von mehr Tierwohl in den Ställen und war ursprünglich bis Ende 2021 befristet. Damit sauenhaltende Betriebe auch Vorhaben finanzieren können, wenn der Abschluss des Umbaus erst in 2022 erfolgt, will die Bundesministerin nun die Antragsfrist in der Förderrichtlinie verlängern: Die Betriebe könnten den Förderantrag dann bis zum 30. September 2021 stellen. Die Änderung der Förderrichtlinie liegt aktuell bei der Europäischen Kommission zur Prüfung – sie wird voraussichtlich Anfang April im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Appetit von Rindern wird durch Grasland mit mehreren Arten stimuliert
Die Agrarforschung Schweiz - Agroscope hat in einem Versuch den Einfluss einer Fütterung mit einer Raigras-Klee-Chicorée-Mischung gegenüber reinem Englischem Raigras aus einer Monokultur auf den Verzehr bei den Rinderrassen Angus und Limousin untersucht. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Klimaerwärmung kommt graslandbasierten Produktionssystemen eine Schlüsselrolle zu. Trockenresistente Futterpflanzen, zu denen auch Chicorée gehören könnte, müssen gleichzeitig gut an die Bedingungen bei einer Beweidung angepasst sein und einen interessanten Nährwert sowie eine gute Verzehrbarkeit für Wiederkäuer aufweisen. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass die Mastrinder unabhängig von der Nutzung des Graslands – Mähen und Fütterung an der Krippe oder Beweidung – mehr Futter verzehren, wenn eine Mischung aus Raigras, Rotklee, Weissklee und Chicorée verwendet wird als bei einer Monokultur von Englischem Raigras.
SUISAG beschließt Zusammenarbeit mit belgischem Zuchtverband VPF
Der belgische Zuchtverband VPF und das Schweizer Zuchtunternehmen SUISAG haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. VPF wird damit der exklusive Partner für den Vertrieb von Schweizer Mutterliniengenetik in Belgien. Mit dem Kooperationsvertrag übernimmt VPF per sofort die exklusiven Rechte für den Vertrieb von Schweizer Vorstufengenetik für die Eigenremontierung in Belgien. Der Einsatz der Genetik der SUISAG ist allen belgischen Betrieben offen, und dies ohne langfristige Verpflichtung. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem seit Jahrzehnten erprobten Schweizer Mutterschwein die Schweineproduktion in Belgien weiterbringen und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Mit dem Vertrag haben wir die einmalige Chance, uns zusammen mit unseren Schweineproduzenten für eine zukunftsorientierte Produktion in Belgien einzusetzen
, so der Präsident von VPF Eddy Vandycke.
Mehr als 35 Mio. Heimtiere in deutschen Haushalten
ZZF - Im Jahr 2020 wurden in 47 Prozent und somit in fast der Hälfte aller Haushalte in Deutschland Heimtiere gehalten. Insgesamt lebten die Menschen hierzulande mit 34,9 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln zusammen, ein Zuwachs von knapp einer Million im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. 66 Prozent aller Familien mit Kindern hatten ein Heimtier und in 13 Prozent aller Haushalte wohnten mindestens zwei Heimtierarten. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF zu Beginn des zweiten Lockdowns im Herbst 2020 durchgeführt hat.
CeresAward: Felix Hoffarth ist der Landwirt des Jahres 2020
Der Rinderhalter Felix Hoffarth wurde am 24. März 2021 zum Landwirt des Jahres 2020 gekürt. Der Gewinner wurde für sein Betriebskonzept geehrt, das in allen Bereichen wohl durchdacht ist. Die Produktionssysteme greifen ineinander wie Zahnräder. Die Arbeitsspitzen sind so verteilt, dass alles leistbar bleibt. Dabei hat er die Rentabilität seiner Betriebszweige immer im Blick. Er hat das Kreislaufdenken auf seinem Hof perfektioniert. Damit schafft er Effizienz und Nachhaltigkeit
, so lautet die Begründung für den Landwirt des Jahres 2020.
Beschluss des Bundeskabinetts zu eigenem Tierarzneimittelgesetz
Das Bundeskabinett hat am 24.03. dem Gesetzentwurf der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, zugestimmt, ein eigenständiges Tierarzneimittelgesetz (TAMG) für Deutschland zu schaffen. Bisher waren Tierarzneimittel Teil des allgemeinen nationalen Arzneimittelgesetzes. Mit der Neuregelung werden alle gesetzlichen Vorschriften zu Tierarzneimitteln zusammengefasst.
dmz spezial: Mythen rund um die Milch
Gesund, ungesund - ja was denn nun? Der Ernährungswissenschaftler Dr. Malte Rubach betrachtet für die Deutsche Molkereizeitung dezidiert die Vorteile der Milch, die die Nachteile bei Weitem überwiegen. Es stimmt eben doch: Die Milch macht‘s!
- Milch Mythen Teil 1: Milch macht Darmkrebs und warum auch Nobelpreisträger irren können
zum Beitrag - Milch Mythen Teil 2: Wachstumsfaktoren in Milch: Angstmacher oder ist da was dran?
zum Beitrag - Milch Mythen Teil 3: Milch für starke Knochen:Stimmt's oder stimmt's nicht?
zum Beitrag - Milch Mythen Teil 4: Milch als Klimakiller Nr.1 – oft gehört und doch nicht wahr!
zum Beitrag - Milch Mythen Teil 5: Milch macht dick – wer's glaubt, ist selbst schuld!
zum Beitrag
Dauergrünland ist ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz

Der Humusgehalt des Bodens hat Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit, das Wasserspeichervermögen sowie die Erosionsanfälligkeit und damit hat er eine große Bedeutung für die landwirtschaftliche Erzeugung. Darüber hinaus speichert Humus organischen Kohlenstoff und entzieht der Atmosphäre klimaschädliches CO2. Die Humusvorräte im Boden sind daher wichtig für den Klimaschutz.
Das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die erste Bodenzustandserhebung Landwirtschaft
erarbeitet, die bereits im Dezember 2018 veröffentlicht wurde. Darin wurden die Humusgehalte und Vorräte an organischem Kohlenstoff unter Berücksichtigung verschiedener Boden- und Nutzungsfaktoren untersucht. Im obersten Meter landwirtschaftlicher Böden in Deutschland sind demnach insgesamt rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Neben Unterschieden nach Standort, Bodentextur und Wassersättigung entscheidet auch die Nutzungsart über das Kohlenstoffspeichervermögen der Böden. Dauergrünlandböden schneiden dabei besonders gut ab und bevorraten durchschnittlich 200 Tonnen organischen Kohlenstoff pro Hektar. Wegen ihres ganzjährigen Bewuchses und der intensiven Bewurzelung verfügen Dauergrünlandböden vor allem im Oberboden über hohe Humusvorräte. Ackerböden speichern im obersten Meter rund 101 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar. In Waldböden sind etwa 119 Tonnen Kohlenstoff je Hektar gespeichert. Berücksichtigt man jedoch auch die oberirdische Biomasse (Bäume, Sträucher) und das Totholz, ist die Kohlenstoffspeicherleistung des Waldes mit 230 Tonnen pro Hektar zu bewerten.
BVL ruft zur Meldung von Zwischenfällen bei der Isoflurannarkose auf
Seit dem 1. Januar 2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bittet alle Landwirt*innen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Nebenwirkungen bei der Isoflurannarkose an das BVL zu melden, auch wenn ein Zusammenhang mit der Anwendung nur vermutet wird. Sicherheitsempfehlungen könnten dadurch angepasst werden.